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Markenformate – Welche Art von Marke passt zu Ihrem Geschäft?

Wenn Sie eine Marke anmelden, haben Sie mehr Optionen als nur einen Namen oder ein Logo. Markenformate bestimmen, was genau geschützt werden soll — Wort, Bild, Klang, Form oder Kombinationen. Die richtige Wahl schützt Kreativität, Wiedererkennung und Marktwert.

Überblick: Die wichtigsten Markenformate

Markenformat Eigenschaften / Schutzbereich
Wortmarke Schutz eines Wortes oder Begriffs – unabhängig von Schrift, Farbe oder Gestaltung.
Bildmarke (Logo) Schutz eines grafischen Zeichens, Symbols oder Designs – unabhängig vom Wortbestandteil.
Wort-/Bildmarke (kombiniert) Kombination aus Wort und Design – schützt sowohl Name als auch Logo.
3D-Marke Schutz räumlicher Formen – z. B. Verpackungen, Flaschenform, dreidimensionale Produkte.
Farbmarke Schutz von Farben oder Farbkombinationen, sofern diese markenrechtliche Unterscheidungskraft besitzen.
Hörmarke / Klangmarke Schutz von Klangfolgen oder Jingles – typisch für Marken mit Soundbranding.
Positionsmarke / Muster- bzw. Mustermarke Schutz für wiederkehrende grafische Muster, besondere Positionierung von Elementen oder strukturierte Oberflächen.

Wann welches Markenformat sinnvoll ist

Wortmarke

Ideal, wenn Sie einen Namen schützen möchten – z. B. für Firmenname, Produktlinie oder Dienstleistung. Besonders dann, wenn das Design flexibel bleiben soll.

Bild- bzw. Wort-/Bildmarke

Wenn Sie ein Logo nutzen, das ein wesentlicher Teil der Marke ist: z. B. bei Bekleidung, Produkten mit Wiedererkennungswert, Verpackungen oder Branding.

3D-Marke

Empfohlen, wenn das Produkt eine spezielle Form hat — z. B. einzigartige Flaschenform, Verpackung, Produktdesign, Möbelstück — und diese Form zur Marke gehört.

Klangmarke

Für Marken, die durch Soundbranding auffallen — z. B. App-Sounds, Jingles, Audio-Logos, Marken mit auditivem Wiedererkennungswert.

Farb- oder Mustermarke

Wenn Farben oder Muster integraler Teil der Markenidentität sind — etwa in Fashion, Interior-Design, Verpackung oder Corporate Design.

Kombination hilft – aber auch mit Vorsicht

Viele Marken entscheiden sich für eine kombinierte Anmeldung (Wort + Bild). Vorteil: Größte Flexibilität und umfassender Schutz.
Nachteil: Höhere Kosten und in manchen Fällen erhöhtes Risiko bei Widersprüchen — vor allem bei rein beschreibenden Wortanteilen oder schwachen Designs.

Beispiele aus der Praxis

  • Luxus-Parfüm: Die charakteristische Flaschenform als 3D-Marke + der Markenname als Wortmarke → maximaler Schutz.
  • Startup-Tech-Marke: schlichtes Logo + Markenname → kombinierte Wort-/Bildmarke für Flexibilität beim Branding.
  • Modemarke: Logo + wiederkehrendes Farbmuster → Kombination aus Bild- und Mustermarke.
  • App-Entwickler: Name + Sound-Jingle (bei Startscreen) → Wortmarke + Klangmarke, um Markenidentität auch auditiv zu sichern.

Ihre Checkliste für die ideale Markenformatwahl

  1. Was soll geschützt werden: Name, Logo, Produktdesign, Verpackung, Klang?
  2. Wie nutzen Sie die Marke: Online, physisch, digital, international?
  3. Möchten Sie Flexibilität (z. B. verschiedene Produkte unter einer Marke)?
  4. Ist die Form / das Design unterscheidungskräftig und schutzfähig?
  5. Welche Kosten und Risiken sind Sie bereit zu tragen?
  6. Soll der Schutz später ausgebaut oder auf andere EU-/Internationale Märkte übertragen werden?

Markenformate entscheiden über Schutz & Strategie

Die Wahl des richtigen Markenformats ist entscheidend – sie bestimmt, was Sie schützen und wie Sie Ihre Marke langfristig nutzen können. Mit der richtigen Entscheidung sichern Sie Ihre Marke umfassend und nachhaltig.

 

FAQ zum Markenschutz sowie allgemein zum Markenrecht

Was ist eine Marke?

Eine Marke ist ein Name, Firmenname, Begriff, Logo oder irgendeine Kombination hieraus, die Unternehmen, Waren oder Dienstleistungen identifizieren. So dienen Marken der Symbolisierung einer Herkunft mit der bestimmte Inhalte assoziiert werden, wie bspw. Qualität, Preiswürdigkeit u. v. a. m.

Die Marke ist ein monopolistisches Recht, ähnlich dem Eigentum an einer Sache kann der Markeninhaber mit seiner Marke nahezu beliebig verfahren, also die Marke bspw. selbst benutzen, verkaufen, an einzelne oder zahlreiche Dritte „vermieten“ (lizenzieren).

Wie entsteht eine Marke?

Deutsche Marken entstehen normalerweise durch Eintragung im Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamtes. Unter bestimmten Umständen kann Markenschutz durch Gebrauch eines Begriffes entstehen, nämlich z. B. in dem Zeitpunkt, in dem der Begriff so bekannt ist, dass er „Verkehrsgeltung“ erwirbt, also ein nicht unerheblicher Teil der angesprochenen Verkehrskreise den Begriff als Marke eines bestimmten Unternehmens verstehen.

Was kostet eine Markenregistrierung?

Für eine deutsche Markenanmeldung und Eintragung verlangt das Deutsche Patent- und Markenamt Gebühren in Höhe von derzeit EUR 300. In dieser Gebühr ist bereits Markenschutz für 10 Jahre enthalten. Zu diesem Betrag kommen vor Markenanmeldung eventuelle Recherchekosten sowie ggf. Anwaltsgebühren hinzu.

Wer gewinnt, wenn zwei Parteien die identischen Begriff auswählen?

Im Allgemeinen besitzt die Partei die „besseren Rechte“, die den Begriff zuerst als Marke für bestimmte Waren oder Dienstleistungen eintragen ließ. Dabei entscheidet der Tag der Anmeldung. Denn mit Markeneintragung hat der Markeninhaber mit Wirkung ab dem Markenanmeldetag bei einer deutschen Marke für das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich das ausschließliche Recht, diesen Begriff für die eingetragenen Waren oder Dienstleistungen sowie ähnliche zu verwenden. FAQ zum Markenschutz sowie allgemein zum Markenrecht weiterlesen